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Preisverleihung zum Anhören
Was ist das denn für eine Laudatio, ein richtiger Schimme
Preisverleihung zum Anhören
(...) ok, schimmelpfennig ist also so n total verrückter
Preisverleihung zum Anhören
Toller Service, als wäre man dabei gewesen. Danke!
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Lieber Nis-Momme Stockmann, es mag sein, dass meine Para
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Alle schimpfen und meckern die ganze Zeit. Ich versteh ni
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Sehr geehrter Christian Rakow: "Wenn sie hören, dass St
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Werter Ford Fiesta, eine "Philosophie ohne Modellbildung"
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Sehr geehrter Herr Rakow, bei einer kleinen Kleinigkeit
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Lieber Oliver Bukowski, mit dem Verweis auf Felicia Zell
Kommentar zur Jurydebatte
Chöre gehören also in die Kirche? Der Chor ist ja viellei

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Publikumsgespräch zu Ewald Palmetshofer "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete"

Ein Faust ohne Himmel

von Dina Netz

2. Juni 2010. "Ich bin ziemlich langsam." Das sagt Ewald Palmetshofer mit entwaffnender Ehrlichkeit und nicht ohne sich ein bisschen über sich selbst zu amüsieren. Dem Autor ist der Erfolg der vergangenen drei Jahre sichtlich nicht zu Kopf gestiegen. Palmetshofer antwortet mit seiner Selbstaussage auf die Frage des Moderators Gerhard Jörder, warum er jedes Jahr höchstens ein abendfüllendes und ein Kurzstück veröffentliche. Jörder vermutet, dass Palmetshofer sich nicht verschleißen wolle und nur die besten Angebote annehme. Wieder dieses entwaffnende und zugleich entwaffnete Lächeln bei der Antwort: "Wenn ich schreibe, muss ich mich schützen. Dann kann ich gar nicht alle Aufträge annehmen, sonst werde ich nicht fertig."

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Publikumsgespräch zu Dirk Lauckes "Für alle reicht es nicht"

Der leise Sound der Lauckismen

von Sarah Heppekausen

30. Mai 2010. "Ich habe einen Kippenschmuggler kennengelernt." So einfach ist das mit der Grundidee zu seinem Stück "Für alle reicht es nicht". Dirk Laucke antwortet ohne große Umschweife. Direkt, alltagsnah, aber niemals laut. Eher zurückhaltend. Manchmal reicht ihm auch ein Achselzucken als Kommentar. Und dann zieht er die Augenbrauen hoch und die Lider weit auf, als könne er so mehr mitbekommen von den Zwischentönen dieser Welt, die ihn umgibt.

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Publikumsgespräch zu Dea Lohers "Diebe"

Swing und Schicksalsdunkel

von Guido Rademachers

28. Mai 2010. "Ist dieses Stück nun eine Komödie?" Gerhard Jörder hat seine Lesebrille auf die Nasenspitze geschoben und blickt Dea Loher an. Die Autorin drückt sich in ihren Stuhl. Neben der imposanten Statur des Moderators wirkt sie ausgesprochen zierlich. "Hm. Ja." Pause. "Irgendwie schon." Und irgendwie die falsche Frage. Aber das sagt Loher nicht. Und Jörder bemüht sich weiter: "Hat sich in den 'Dieben' der Tonfall verändert im Vergleich zu Ihren früheren Stücken? Kann man von einer Wandlung sprechen?" "Ja, also...", tastet sich Loher leise zu einer Antwort vor: "Er hat sich schon ein bisschen verändert."

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Publikumsgespräch zu Kathrin Rögglas "die beteiligten"

Im Secondhand-Modus

von Sarah Heppekausen

25. Mai 2010. Kathrin Röggla geht es in dieser Runde ähnlich wie ihren Figuren. Sie befindet sich gewissermaßen in der zweiten Reihe. Am ersten Vorstellungstag von "die beteiligten" konnte die Autorin noch nicht in Mülheim sein und also auch nicht zum Publikumsgespräch kommen. Jetzt konfrontiert Moderator Gerhard Jörder sie mit den kritischen Anmerkungen der Zuschauer des ersten Abends, stellt ihr Fragen aus zweiter Hand. Eine Wiedergabe im Konjunktiv, der Röggla als geübte Autorin der indirekten Rede naturgemäß nicht traut. "Gestern sagte ein Zuschauer, das Stück bringe gar nichts Neues. Ein anderer meinte, auch als medienkritisches Unternehmen sei es nicht besonders plausibel", wiederholt also Jörder. Und Röggla kontert: "Muss ich mir jetzt die Verrisse von gestern anhören?" Anders als die Figuren in ihrem Stück lässt sich die Autorin auf derlei vermittelte Rede gar nicht erst ein.

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Publikumsgespräch zu Nis-Momme Stockmanns "Kein Schiff wird kommen"

Der provokante Harmonisierer

von Dina Netz

20. Mai 2010. Nis-Momme Stockmann hat den Theaterbetrieb in den vergangenen zwei Wochen provoziert und zum Teil verärgert: Mit seinen auf diesem Portal veröffentlichten Thesen über den Zynismus der Kritikerkultur und den Mangel an Liebe auf dem Theater. Und als Mitglied der dreiköpfigen Jury des Heidelberger Stückemarktes, die in Ermangelung eines einzelnen Preiswürdigen das Preisgeld auf alle teilnehmenden Dramatiker aufteilte.

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Publikumsgespräch zu Elfriede Jelineks "Die Kontrakte des Kaufmanns. Eine Wirtschaftskomödie"

In die Köpfe gebohrt

von Natalie Bloch

18. Mai 2010. Von einem Publikumsgespräch kann an diesem Abend kaum die Rede sein. Möglicherweise liegt es an den vier Stunden intensiver musikalischer Textbeschwörung, die das Publikum noch ein wenig in sprachloser Trance verharren lässt, vielleicht liegt es aber auch an dem höchst eloquenten Allroundregisseur Nicolas Stemann (der kurz zuvor auf der Bühne bereits seine musikalischen und performativen Seiten gezeigt hat), dass man lieber lauscht, als selber fragt.

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Publikumsgespräch zu Roland Schimmelpfennigs "Der goldene Drache"

Text aus der Fremde

von Sarah Heppekausen

15. Mai 2010. René Pollesch macht es, Armin Petras/Fritz Kater auch. Dass ein Autor sich sein Stück auch als Regisseur vornimmt, ist nicht neu. Aber für Moderator Gerhard Jörder doch zumindest eine delikate Versuchsanordnung. Als Autor ist Roland Schimmelpfennig mit "Der goldene Drache" zum siebten Mal nach Mülheim eingeladen. Zum ersten Mal ist er es auch als Regisseur seines eigenen Stückes. In doppelter Funktion sitzt er also neben den fünf Schauspielern und Bühnenbildner Johannes Schütz auf dem Podium der ersten Mülheimer Publikumsdiskussion.

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Gerhard Jörder – Ein Porträt des Theaterjournalisten, der zum sechsten Mal die Publikumsgespräche moderiert

Die Lufthoheit

von Petra Kohse

I.

Den Theaterkritiker Gerhard Jörder kann man für einen glücklichen Menschen halten. Freundlich steht er bei Premieren im Foyer und blickt mit ehrlicher Neugier über die tief sitzende Lesebrille hinweg in die Menge. Die meisten seiner Kollegen gucken in dieser Situation geschäftig ins Leere, weil sie sich nie sicher sind, wen sie grüßen sollen und von wem sie gegrüßt werden wollen.

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