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Sieben Fragen an...

Laura Olivi


Laura Olivi, Dramaturgin, Staatsschauspiel München

Geboren in Reggio Emilia, Italien. Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Bologna, Promotion über Bertolt Brecht. Zusatzstudium an der Humboldt Universität in Berlin, währenddessen Hospitanzen am Deutschen Theater und am Berliner Ensemble. Ab 1987 an den Münchner Kammerspielen engagiert, von wo aus sie Dieter Dorn 2001 ans Residenztheater folgte. Seit 2002 auch Dozentin für Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie "August Everding". Laura Olivi arbeitete u. a. mit Robert Wilson, Franz Xaver Kroetz, Herbert Achternbusch, Christian Stückl, Jan Bosse, Tina Lanik und Barbara Frey. Außerdem erstellte sie mehrere Hörbuchfassungen klassischer Texte, die sie zum Teil auch selbst inszenierte. Ab 2011 wird Laura Olivi am Bayerischen Staatsschauspiel unter Intendant Martin Kušej für die internationalen Projekte verantwortlich sein.

1. Wie sind Sie in der Vergangenheit mit den Mülheimer Theatertagen in Berührung gekommen?

Einige Inszenierungen, bei denen ich als Dramaturgin mitgearbeitet habe, waren bereits in Mülheim eingeladen. Die erste ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Werner Schwabs "Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos" – sie hatte durch die provokatorische Haltung des Autors sehr viel Aufsehen erregt.

2. Was ist spezifisch am Blick einer Dramaturgin auf Theaterstücke?

Ein Stück muss mich zuerst durch seinen Inhalt, seine politische und gesellschaftliche Relevanz, durch formale und sprachliche Elemente überraschen und überzeugen. Spannend finde ich, wenn ich nicht voraussagen kann, wie es weiter geht und wie es endet. In theaterpraktischen Kategorien denke ich erst später.

3. Was macht für Sie ein gutes Theaterstück aus?

Wenn mir ein Stück lange im Kopf bleibt und mich die Auseinandersetzung mit Inhalt, Form und Sprache nicht los lässt, wenn ich schon beim ersten Lesen beginne, ein Konzept zu entwickeln und an einen möglichen Regisseur zu denken, dann ist es für mich ein gutes Stück.

4. Inwieweit darf, Ihrer Meinung nach, bei der Uraufführung in die Textgestalt eines neuen Stückes eingegriffen werden?

Ganz ehrlich: oft habe ich mich in den Vorbereitungen und Proben von Uraufführungen darüber geärgert, dass Regisseur und Dramaturg sich von Anfang an zensieren müssen, nichts ändern zu dürfen. Natürlich verstehe und respektiere ich den Anspruch des Autors auf Unversehrtheit seines Stücks, aber das Produktionsteam sollte schon die künstlerische Freiheit haben, je nach dem Konzept der Inszenierung den Text zu ändern. Die Distanz zwischen Autor und Produktion ist in den meisten Fällen zu groß. Ließen sich Autoren stärker in den Produktionsprozess einbinden – manche wollen dies auch gar nicht –, könnten Berührungsängste abgebaut werden, übrigens auch auf Seiten der Regisseure.

5. Wie entdecken Sie in Ihrer Arbeit als Dramaturgin neue Autoren?

Durch die Lektüre nicht nur der Stücke, die von den Verlagen zugeschickt werden, sondern auch von Theaterzeitschriften und Rezensionen im Feuilleton. Außerdem reise ich viel und sehe im In- und Ausland ständig neue Stücke auf den Bühnen.

6. Welches nicht eingeladene Stück hätten Sie persönlich in diesem Jahr gern in Mülheim gesehen?

Keines.

7. Was war Ihr letztes bemerkenswertes Theatererlebnis?

Schönherrs Weibsteufel in der Regie von Martin Kušej am Wiener Akademietheater und Kafkas Der Prozess in der Regie und im Bühnenbild von Andreas Kriegenburg an den Münchner Kammerspielen – und einige der dieses Jahr nach Mülheim eingeladenen Inszenierungen.

 

Hier antworten die übrigen Mitglieder der Preisjury.

 

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